Ernährung bei Demenz – Kokosöl und Co.



Wie ein Damoklesschwert schwebt das Risiko, an einer Demenz wie Alzheimer zu erkranken über den alternden Gesellschaften. Die Angst der Menschen, zwar lange zu leben, im Alter jedoch dement vor sich hinzusiechen ist groß; sie liegt Umfragen zufolge bereits gleichauf mit der Angst vor Krebs. Das ist durchaus verständlich, denn bis heute gibt es kein Medikament, das Demenzen wie Alzheimer heilen kann. Doch sind wir dem Schicksal deshalb hilflos ausgeliefert? Keineswegs! Die gute Nachricht lautet: Mit Ihrem Lebensstil können Sie das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, senken und das Fortschreiten bei bestehender Demenz aufhalten. Und das auch noch praktisch nebenwirkungsfrei. Das schafft keine Medizin.
Neben körperlicher und geistiger Bewegung und Beweglichkeit kommt es auch im Kampf gegen Demenz auf die Ernährung an. Denn unser Gehirn ist nicht nur ein wahres Wunderwerk, es verbraucht für seine enormen Leistungen auch viel Energie und benötigt besonders viele Schutzstoffe, um ungestört funktionieren zu können. Essen wir so, dass es alles bekommt, was es benötigt, schützt diese Ernährung vor Demenz.


Stopp Alzheimer! Wie hilfreich Ernährung bei Demenz sein kann

Welche Lebensmittel schützen? Welche schaden eher? Hilft es tatsächlich, gegen Demenz Kokosöl zu verwenden? Wie viele Kohlenhydrate braucht unser Hirn wirklich? Wie gefährlich sind Aluminium und die Schadstoffe in unserem Essen? Zu diesen und vielen anderen Aspekten der Vorbeugung und Behandlung demenzieller Erkrankungen hat der amerikanische Ernährungsexperte Dr. Bruce Fife ein ausführliches und aufrüttelndes Buch geschrieben, dessen deutsche Übersetzung bei systemed erschienen ist. Darin legt der erfahrene Ernährungsspezialist ausführlich die Hintergründe der von ihm entwickelten Anti-Alzheimer-Strategie dar und beschreibt, was jeder Einzelne tun kann, um seine grauen Zellen vor dem Niedergang zu bewahren.
Die wichtigsten Bausteine des von Fife entwickelten Programms sind hochwertiges Kokosöl und eine das Hirn unterstützende, hochwertige, sehr kohlenhydratarme, fettreiche (= ketogene) Ernährung. Patienten, die es ausprobiert haben, sagten „es ist, als ob ein Licht in meinem Kopf eingeschaltet worden wäre“ oder „ich habe mein Leben wieder zurückbekommen“. Die Kernpunkte des Programms können auch in einem kompakteren, bei systemed erschienen Ratgeber von Dr. Bruce Fife nachgelesen werden.

Alzheimer: Kokosöl! Demenz-Schutz aus dem Fettnäpfchen?

Galt gerade Kokosfett nicht lange als ungesund? Und plötzlich soll Kokosöl Alzheimer verhindern? Kann das sein? Wie sehr man sich bei der Beurteilung der Fette im Allgemeinen und von Kokosfett im Besonderen doch geirrt hat! Erst nach und nach hat die Wissenschaft die Fette rehabilitiert, sodass sie allmählich ihren verdienten Platz in unserer Ernährung zurückerobern. Wie es zur Fehleinschätzung kam und wie wichtig Fette für eine gesunde Ernährung sind, können Sie unterhaltsam und ausführlich oder kurz und knapp bei systemed nachlesen. Und zur besonderen Beziehung Kokosfett – Alzheimer sowie zu den Vorzügen der ganzen Kokosnuss finden Sie ebenfalls kurzweilige und praktische Informationen bei systemed, inklusive leckerer Kokos-Rezepte.


Experten zu diesem Thema im systemed-Verlag: Ulrike Gonder




Unter einer Demenz versteht man den fortschreitenden Verlust höherer Gehirnfunktionen. Die vor 100 Jahren von Alois Alzheimer erstmals beschriebene Demenzform gehört inzwischen zu den häufigsten Varianten. Am zweithäufigsten kommen Demenzen vor, die durch Erkrankungen der Blutgefäße verursacht oder begünstigt werden. Der stärkste Risikofaktor ist das Alter. Viele weitere Risikofaktoren sind jedoch durch einen gesunden Lebensstil beeinflussbar. Insbesondere schützt eine gute Ernährung vor Demenz, wobei vor allem Kokosöl bei Alzheimer empfohlen wird. Der Grund: Aus Kokosöl bildet die Leber bevorzugt sogenannte Ketone, die auch das alternde Hirn bestens mit Energie versorgen und schützen.


Zitat


„Sie dürfen jedoch Mut schöpfen! Bei der Lösung geht es um Ernährung und bestimmte, das Gehirn unterstützende medizinisch wirkende Lebensmittel, die dem Krankheitsverlauf Einhalt gebieten und in den meisten Fällen erhebliche Besserungen bewirken können. Und das ist etwas, was bisher noch kein Medikament und keine Therapie zu erreichen vermochte.“

(Aus: „Stopp Alzheimer!“ von Dr. Bruce Fife, dem umfassenden Ratgeber zum Thema Ernährung bei Demenz aus dem systemed Verlag)

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Volkskrankheit Alzheimer

 

Als im Jahr 1906 der deutsche Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer eine Krankheit beschrieb, die er zunächst mit einem geistigen Verfall klassifizierte, konnte er sicher nicht ahnen, dass er damit zum Namensgeber einer Volkskrankheit wurde. Im Vorfeld dieser Beschreibung führte Alzheimer detaillierte Untersuchungen an Patienten mit auffälligem Verhalten und erworbenen Defiziten der geistigen Leistungsfähigkeit durch. Im Zug dieser Untersuchungen studierte Alois Alzheimer auch die Gehirne von verstorbenen Patienten und brachte die Ergebnisse mit seinen Beobachtungen in Verbindung. Hier erregte der Fall Auguste Deter seine Aufmerksamkeit. Frau Deter wurde im Jahr 1901 in die Frankfurter Nervenklinik aufgenommen und verblieb dort bis zu ihrem Tod im Jahr 1906. In dieser Zeit wurde u. a. auch Alzheimer mit ihrem Fall konfrontiert. Die Patientin besaß keine Orientierung über Zeit und ihren Aufenthalt und hatte kaum Erinnerung an Einzelheiten aus ihrem Leben. Darüber hinaus litt sie unter häufigem Stimmungswechsel zwischen Angst, Misstrauen, Ablehnung und Weinerlichkeit. Sie hatte keinen Bezug zu gestellten Fragen und besaß fast nur noch Erinnerung an ihren Vornamen. Alzheimer gab dem Krankheitsbild den Namen „Krankheit des Vergessens“. Nach ihrem Tod ließ sich Alzheimer die Krankenakte und das Gehirn der Patientin zuschicken. Die Akte ergab, dass sich der Geisteszustand in den letzten Jahren massiv verschlechtert hatte. Die Untersuchung des Gehirns ergab flächenweise zugrunde gegangene Nervenzellen und Eiweißablagerungen, sogenannte Plaques. Genau dieses kennzeichnet das Krankheitsbild der Alzheimer Demenz (Morbus Alzheimer), welche die häufigste Form der Demenzerkrankungen ist und von der alleine in Deutschland ca. 1,4 Millionen Menschen betroffen sind. Bei rund 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Alzheimer damit zweifelsfrei eine Volkskrankheit und damit eine Krankheit, die uns alle angeht.


Die Ursachen der Alzheimer Demenz


Bei der Alzheimer Demenz handelt es sich um eine Krankheit, die durch den langsam fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten im Gehirn gekennzeichnet ist. Daran beteiligt sind auch Eiweißablagerungen in bestimmten Bereichen des Gehirns. Trotz jahrzehntelangen weltweiten Forschungen ist bis heute die Ursache der Alzheimer-Erkrankung nicht vollständig geklärt, wohl aber sind vorbeugende Maßnahmen bekannt, auf die später noch eingegangen wird. Hinsichtlich der Ursache ist zumindest gesichert, dass die Erkrankung zu einer fortschreitenden Zerstörung von Nervengewebe im Gehirn führt und den Informationsaustausch zwischen den Zellen behindert. Hierzu muss man wissen, dass das menschliche Gehirn aus vielen Milliarden Nervenzellen (Neuronen) besteht, die durch Fasern dicht vernetzt sind, um Informationen miteinander auszutauschen. Bei der Informationsweitergabe sind Botenstoffe (Neurotransmitter) beteiligt, die an den Enden der Nervenfasern als Vermittler ausgeschüttet werden. Bei der Alzheimer Demenz kommt es unter anderem zu Funktionsstörungen dieser Informationsweitergabe. Ein Problem dabei ist ein Mangel an Botenstoffen wie Acetylcholin oder GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Durch diesen Mangel wird die Übertragung der Nervenreize im Gehirn immer schwächer und kommt schließlich ganz zum Erliegen. Ein typisches Kennzeichen der Alzheimer Krankheit sind abnorm veränderte Eiweißbruchstücke, deren Bildung mit dem Absterben von Nervenzellen einhergeht. Sie lagern sich in Form von Plaques zwischen den Hirnzellen ab. Zudem entstehen in den erkrankten Zellen abnorme Fasern, die so genannten Tau Fibrillen. Sie behindern unter anderem den Abtransport von beschädigten oder schädlichen Stoffen aus den Zellen.


Symptome der Alzheimer Demenz


Zwar ist der Krankheitsverlauf von Alzheimer u. a. durch zunehmenden Gedächtnisverlust gekennzeichnet, dieses heißt aber nicht, dass Gedächtnisprobleme immer auf Alzheimer Demenz oder andere Demenzen zurückzuführen sind. Auch ständiger Stress, Überarbeitung oder zu wenig Schlaf können zu Gedächtnisproblemen führen. Allerdings nimmt bei Alzheimer – wie bei allen Demenzerkrankungen - nicht nur das Erinnerungsvermögen ab, sondern auch die Fähigkeit, Neues zu lernen, sich zu orientieren, klar zu denken oder Entscheidungen zu treffen. Auch ändert sich das Verhalten sukzessive. Hilfreich für die Angehörigen, aber auch im Frühstadium für den Erkrankten selbst, sind daher die nachfolgenden Symptome die, sofern sie vermehrt vorkommen, auf Alzheimer schließen lassen:


• Häufiges Vergessen von Namen und Terminen
• Schwierigkeit, die richtigen Worte zu finden
• Räumliche Orientierungsprobleme
• Vergessen der Wochentage und des Datums
• Schwierigkeiten bei gewohnten Handlungen (z. B. Topf
auf Herd vergessen)
• Verlegen und Liegenlassen von Gegenständen
• Häufige Stimmungsschwankungen
• Persönlichkeitsänderungen (z. B. ständige Eifersucht, übertriebene Ängstlichkeit)
• unpassende Kleiderwahl (z. B. Bademantel beim Einkaufen)
• Interessensverlust (z. B. kein Interesse mehr an Hobbys)
• Probleme mit abstraktem Denken (z. B. Verlernen selbst einfacher Rechenarten).


Wie ist der Krankheitsverlauf der Alzheimer Demenz?


Den Krankheitsverlauf der Alzheimer Demenz kann mannicht genau vorhersagen, auch zeitlich nicht. Dennoch verläuft Alzheimer in drei typischen Phasen, die sich in ein Frühstadium, in ein mittleres Stadium und in ein Endstadium einteilen lassen.

 

Frühstadium der Alzheimer Demenz


Zu Beginn der Erkrankung sind die an Alzheimer erkrankten Menschen kraft- und energielos und ihre Spontanität lässt nach. Zunächst werden diese Symptome von den Angehörigen zumeist nicht als unnormal wahrgenommen und oft auf Stress oder Arbeitsüberlastung zurückgeführt. Manche Ärzte diagnostizieren mitunter sogar ein Burnout-Syndrom. Dann treten aber erste leichte Gedächtnisstörungen und Gemütsschwankungen auf und die Kranken lernen und reagieren langsamer. Sie verweigern sich neuen Aktivitäten und bevorzugen das, was ihnen gut bekannt ist. Der Gedächtnisverlust beginnt sich auf die Arbeit auszuwirken, der Kranke ist durcheinander, vergisst schnell und beurteilt viele Dinge falsch.

 

Mittleres Stadium der Alzheimer Demenz


In diesem Stadium können Alzheimer-Kranke zwar noch alleine Aufgaben erfüllen, brauchen aber schon Hilfe bei der Bewältigung komplizierterer Dinge. Die Sprache und die Auffassungsgabe werden langsamer und die Kranken vergessen oft mitten im Satz, was sie sagen wollten. Sie beginnen, sich außerhalb des Hauses zu verirren oder sie vergessen, Rechnungen zu bezahlen. Wenn Alzheimer Kranke spüren, dass sie die Kontrolle verlieren, können sie depressiv, irritiert, aggressiv und unruhig werden. An Ereignisse, die lange zurückliegen können sie sich erinnern, es fällt ihnen aber schwer, sich an das, was erst kürzlich war, zu erinnern. Die fortgeschrittene Erkrankung wirkt sich auf die Fähigkeit der Kranken aus zu verstehen, wo sie sind, welcher Tag ist und welche Uhrzeit es ist. Pflegende Angehörige oder mit der Pflege beauftragte Personen müssen klare Anweisungen geben und diese oft wiederholen. Wenn der Gedächtnisverlust des Alzheimer Kranken fortschreitet, erfindet er Worte und erkennt bekannte Gesichter nicht mehr.


Endstadium der Alzheimer Demenz

 

Im Endstadium können die Kranken nicht mehr kauen und schlucken. Der letzte Rest Persönlichkeit schwindet. Das Gedächtnis ist nun nur noch sehr schwach und niemand wird von den Patienten wiedererkannt. Sie verlieren die Kontrolle über Blase und Stuhlgang und benötigen intensive Pflege. Sie erkranken schnell an zusätzlichen Krankheiten, besonders an Lungenentzündung und Infektionen. Probleme mit der Atmung werden größer, besonders, wenn der Kranke bettlägerig wird. Diese Folgen führen schließlich zum Tod.


Lässt sich Alzheimer heilen?


Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft lässt sich die Alzheimer Demenz nicht heilen. Es gibt auch nur wenige zugelassene Medikamente, die dazu beitragen können, dass sich die Symptome der Alzheimer Demenz in ihrem Verlauf etwas verzögern und vorübergehend eine leichte Besserung eintritt. Dadurch wird die Lebensqualität der an der Alzheimer Demenz Erkrankten erheblich verbessert. Zusätzlich gibt es medikamentöse Behandlungen, die Erregungszustände, Depressionen oder Symptome wie Halluzinationen oder Verwirrung, welche im Laufe der Erkrankung auftreten können, mildern helfen. Zu nennen sind hier besonders die so genannten Antidementiva, zu denen Cholinesterase-Hemmer, Glutamat-Antagonisten und andere Nootropika gehören. Auch einige rezeptfreie Medikamente auf Pflanzenbasis können zur symptomatischen Behandlung von Gedächtnisstörungen unterstützend hilfreich sein, wenn sie im Rahmen eines Gesamttherapiekonzeptes zum Einsatz kommen. Auch nicht-medikamentöse Behandlungsmaßnahmen tragen entscheidend zur Linderung der Symptome, Verbesserung der Lebensqualität und der Selbständigkeit der Alzheimer Patienten bei. Beispiele hierfür sind kognitives Training, Gedächtnistraining, Bewegungstherapien, Beschäftigungstherapien wie Malen, Musizieren, Spielen und Kochen in Geselligkeit. Gerade die Ernährung kann hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Energieversorgung der Hirnzellen verbessert und Schutzstoffe für Neuronen liefert.


Kann man Alzheimer vorbeugen?


Weil sich die Alzheimer Demenz derzeit noch nicht heilen lässt, ist die Prävention umso wichtiger. So hat eine Vielzahl von Studien ergeben, dass diejenigen Menschen, die sich geistig fit halten und auf gesundheitliche Risikofaktoren achten, ein geringeres Risiko haben an Alzheimer zu erkranken. Neueste Erkenntnisse in der Alzheimer Forschung weisen vor allem ausreichender Bewegung bzw. Sport sowie der Ernährung und bestimmten Lebensmitteln eine besondere Bedeutung zu.


Alzheimer mit Sport vorbeugen


Körperliche Fitness gehört zu den Säulen der Alzheimer Vorbeugung. So hat jede Art von Bewegung direkte Effekte auf das Gehirn. Sie verbessert die Durchblutung und regt die Entstehung von Verbindungen zwischen den Nervenzellen (Synapsen) an. Die Nervenzellen können sich dadurch dichter vernetzen und sind aktiver, das heißt, sie tauschen untereinander Informationen schneller und besser aus. Insbesondere regelmäßiger Sport und Ausdauertraining wirkt sich vorbeugend aus. So hat eine Reihe von Studien gezeigt, dass Sport die Ausschüttung eines Proteins fördert (BDNF), das die Nervenzellen schützt und am Wachstum neuer Zellen beteiligt ist. Dieses Protein ist vor allem in Bereichen aktiv, die für Gedächtnis und abstraktes Denken verantwortlich sind. Doch die Wirkungen sportlicher Aktivitäten umfassen eine große Bandbreite. Schon allein das Laufen von 20 - 25 Kilometern pro Woche kann das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, deutlich reduzieren. Andererseits haben Menschen, die nicht körperlich aktiv sind, ein höheres Risiko an Alzheimer zu erkranken.


Alzheimer mit Ernährung und bestimmten Lebensmitteln vorbeugen


Bestimmte Lebensmittel und Ernährungsweisen können ebenfalls das Risiko mindern, an Alzheimer zu erkranken. So ist eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen und Folsäure wichtig für die Balance der Nährstoffe im Gehirn. Folsäure findet sich besonders in grünem Gemüse und in Kräutern, in Obst, Olivenöl und Knoblauch. Vitamin B12 wiederum kommt praktisch ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Leber, Fisch, Milch und Eiern vor. In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass Menschen, die eine mediterrane Kost zu sich nehmen, seltener an Alzheimer erkranken. Hierzu tragen der hohe Anteil an Gemüse, Früchten, Nüssen, Fisch, Meeresfrüchten und Olivenöl bei. Hülsenfrüchte und Getreide spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die mediterranen Lebensmittel sind reich an schützenden Antioxidantien und gesunden ungesättigten Fettsäuren, die zum Hirnschutz beitragen.

Doch es lässt sich noch mehr tun! Denn ebenso wichtig ist es, auch Fette wie Kokosöl in die Ernährung einzubauen und die Menge an Kohlenhydraten (Stärke und Zucker) zu reduzieren. Dies sorgt dafür, dass die Gehirnzellen nicht durch zu viel Zucker geschädigt werden. Zudem sorgt es dafür, dass ihnen alternative Energeiquellen, sogenannte Ketone oder Ketonkörper, zur Verfügung stehen. Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt sich die Energiezufuhr und die Versorgung der Hirnzellen mit Nährstoffen und Schutzstoffen erheblich verbessern, sodass sie ihre Aufgaben länger wahrnehmen können. Auch mehrstündiges Fasten zwischen den Mahlzeiten und über Nacht sowie ausreichend Schlaf tragen zur Vorbeugung einer Alzheimer Demenz bei. Erste Studien aus den USA weisen zudem darauf hin, dass sich mithilfe dieser Maßnahmen frühe Stadien der gefürchteten Krankheit sogar wieder zurückdrängen lassen.

Wertvolle Tipps bei Alzheimer

 

Auch wenn die Diagnose „Alzheimer“ zunächst einmal verständlicher Weise ein Wechselbad der Gefühle auslöst, so muss ein Betroffener trotzdem irgendwann der Krankheit ins Auge sehen. Und hier gilt es, seine Lebensqualität so lange wie möglich zu bewahren. Hierzu können nicht nur die Angehörigen beitragen, sondern man kann auch selbst - zumindest im ersten Stadium der Krankheit, das sich nicht selten über Jahre strecken kann - eine Menge tun. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, zu denen die folgenden Tipps beitragen können:


Wichtige Dinge immer an denselben Platz legen


Ob es die Brille ist, die verlegt wird oder der Schlüssel, den man nicht wiederfindet, bereits zu Beginn der Krankheit wird es immer schwieriger, seine Sachen wiederzufinden. Ein guter Trick ist dabei, wichtige Dinge immer an denselben Platz zu legen. Oft genügt dann eine relativ kurze Zeit, bis sich dieser Platz unbewusst im Gedächtnis verankert.

 

Gedächtnishinweise platzieren


Warum nicht einfach bestimmte Termine oder ähnliches in der Erinnerungsfunktion des Handys speichern? Dieses ist genauso hilfreich wie der bewährte Erinnerungsklassiker in Form eines Hinweises, den man an der Wohnungstür aufklebt und der daran erinnert, dass man den Schlüssel oder anderes nicht vergessen soll.


Wichtige Telefonnummern als Kurzwahlnummer speichern


Diese kann man so festlegen, dass im Notfall sofort wichtige Telefonnummern angewählt werden. Beispiel: durch das Anwählen der Taste 1 wird die Telefonnummer der Familie gewählt, durch die Taste 2 die Nummer des Hausarztes.


Für die Sicherheit im eigenen Haus sorgen


Hier gibt es eine Menge zu tun: Rauchmelder überprüfen, spezielle Herdsicherungen installieren lassen, Stolperfallen in der Wohnung beseitigen, für eine gute Beleuchtung sorgen. Auch Hausnotrufsysteme tragen entscheidend zur Sicherheit bei. Darüber hinaus sollte man mit anderen (z. B. Familie, Freunde oder guten Bekannten) vereinbaren, dass man sich immer zu einer bestimmten Uhrzeit meldet.


Den Alltag strukturieren


Feste Strukturen helfen selbst einem gesunden Menschen bei der Orientierung. Umso mehr dann auch bei einer Alzheimer Erkrankung. Hierzu sollte man seinen Tagesablauf möglichst gut planen und versuchen, diesen auch regelmäßig einzuhalten. Beispiele: feste Essens- und Schlafzeiten, feste wiederkehrende Einkaufszeiten.


Kein Müßiggang


Auch wenn es manchmal verlockend erscheint einen Müßiggang einzuschalten, so kann dieses schnell zur schlechten Gewohnheit werden. Umgekehrt geben regelmäßige Aktivitäten wie zum Beispiel gemeinsame Konzertbesuche und andere Aktivitäten mit Familie oder Freunden oder das Ausüben von Hobbys dem Gehirn wichtige Impulse. Selbst ein gemeinsames Reisen muss nicht ausgeschlossen werden. Dieses muss nicht zwangsläufig zusammen mit der Familie sein, sondern es gibt es auch betreute Reisegruppen für Menschen mit beginnender Demenz.


Offen mit der Demenz Erkrankung umgehen


Gerade bei Alzheimer ist der Rückhalt, den man bei Bezugspersonen findet, besonders wichtig. Diesen Rückhalt kann man allerdings nur erwarten, wenn man offen mit seiner Erkrankung umgeht und darüber spricht. Außerdem lassen sich so unangenehme Missverständnisse vermeiden und vergessene Geburtstage oder Verabredungen werden nicht übelgenommen


Die Zukunft planen


Auch wenn sich der Verlauf der Alzheimer Demenz in der Regel über viele Jahre erstreckt, so sollte man dennoch so früh wie möglich grundlegende Entscheidungen treffen. Dazu gehören nicht nur eine Patientenverfügung und ein Testament, sondern auch die Organisation der Finanzen bis hin zu diversen Vollmachten. Und warum nicht schon frühzeitig mit seiner Familie über eine Betreuung sprechen, die irgendwann notwendig wird?